Ergebnisse

Wichtigste Erkenntnisse der „dorf-test“-Befragung 2018 des Landesjugendringes Rheinland-Pfalz

 

Allgemeine Informationen zu der Befragung dorf-test

Die Befragung wurde vom 18. Oktober bis zum 31. Dezember 2018 in Rheinland-Pfalz durchgeführt und richtete sich an alle Jugendlichen im Alter von 13 bis 23 Jahren, sowie Politiker*innen und Kandiat*innen für politische Ämter zur Kommunalwahl 2019. Sie erfolgte vorwiegend digital, die Einsendung schriftlich ausgefüllter Fragebogen war zusätzlich möglich.

Beworben wurde die Befragung u. a. über den Landesjugendring und seine Mitgliedsverbände, die Kooperationspartner*innen des Projektes (Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz, RheinAhr Campus Hochschule Koblenz, Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, Landesschüler*innenvertretung Rheinland-Pfalz, medien.rlp – Institut für Medien und Pädagogik e.V., Dachverband der kommunalen Jugendvertretungen Rheinland-Pfalz, Evangelische Landjugendakademie Altenkirchen), über die rheinland-pfälzischen Gemeinden, Jugendpflegen und über die Sozialen Medien (Facebook, Instagram).

Die Auswertung erfolgte über das Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz gGmbH (ism).

Anmerkungen vorweg

Im Frühjahr 2009 wurde vom Landesjugendring eine ähnliche Befragung durchgeführt. Durch die Orientierung an dieser bei der der Entwicklung der aktuellen Fragebögen, können bei manchen Fragen Vergleichszahlen herangezogen werden.

2009 wurden ausschließlich Jugendliche befragt. Die befragten Jugendlichen waren zum Zeitpunkt der Befragung zwischen 13 und 21 Jahre alt (Erstwähler*innen). 2018 wurden ebenfalls die potentiellen Erstwähler*innen befragt – in diesem Fall also Jugendliche zwischen 13 und 23 Jahren.

Da die Befragung kurz vor der Kommunalwahl 2019 durchgeführt wurde, haben wir Kandidat*innen befragt, die bereits ein Mandat inne haben und Kandidat*innen, die noch kein Mandat inne haben, aber bei der Kommunalwahl 2019 kandidieren werden. Um die Lesbarkeit zu erleichtern, nutzen wir in der Regeln den Terminus „Politiker*innen“.

Wenn zu geringe Fallzahlen vorlagen, wie beispielsweise bei dem Geschlecht „divers“ oder einigen Schulformen, wurden aufgrund von Datenschutz und fehlender Aussagekraft keine Auswertungen vorgenommen.

Als „Stadt“/“städtisch“ haben wir Postleitzahlenbereiche in Städten mit mehr als 50.0000 Einwohner*innen definiert, als „Land“/“ländlich“ folglich alle Städte und Gemeinden, mit weniger als 50.000 Einwohner*innen.

 

Soziodemografie

Jugend

Nach der Datenbereinigung konnten 2.137 Antwortbögen in die Auswertung einbezogen werden.

54,6% der Teilnehmenden war weiblich, 44,1% männlich, 1,4% divers. Im Jahr 2009 beantworteten mit 49 % prozentual weniger weibliche als männliche Jugendliche (51%) den Fragebogen. Die Option „divers“ wurde im Jahr 2009 nicht erhoben. Aufgrund der geringen Fallzahl (Aussagekraft und Datenschutz) wird die Ausprägung „divers“ bei den Berechnungen nicht berücksichtigt.

Die am stärksten vertretenen Geburtsjahrgänge waren die im Erhebungsjahr 16-, 17- und 18-Jährigen.

Mit 41,4% waren Schüler*innen des Gymnasiums die am häufigsten vertretene Gruppe, gefolgt von Schüler*innen der Integrierten Gesamtschule (14,8%), der Realschule plus (13,3%), der Hochschule (13,1%) und der Berufsbildenden Schule/Ausbildung (9,7%). Betrachtet man nur die allgemeinbildenden Schulen (Vergleichszahlen des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz für das Schuljahr 2017/2018), so ist festzustellen, dass an der Befragung überdurchschnittlich viele Schüler*innen des Gymnasiums und der Integrierten Gesamtschule teilgenommen haben und unterdurchschnittlich viele Schüler*innen der Realschule plus, der Förderschule und sonstiger weiterführender Schularten.

83,6% der befragten Jugendlichen leben in Städten und Ortschaften, die weniger als 50.000 Einwohner*innen haben, 16,4% leben in Städten mit mehr als 50.000 Einwohner*innen. Im Jahr 2009 waren nur 13% der befragten Jugendlichen aus einer Stadt, die größer als 50.000 Einwohner*innen war.

Jugendliche nach Geschlecht (in Prozent)

 

Jugendliche 2009

Jugendliche 2018

Männlich

51%

44,1%

Weiblich

49%

54,6%

Divers

Nicht erhoben

1,4%

Jugendliche nach Schulart (in Prozent)

Frage: Welche Schule besuchst Du?

 

Jugendlichen

Gymnasium

41,4%

Integrierte Gesamtschule

14,8%

Realschule plus

13,3%

Hochschule

13,1%

Berufsbildende Schule/Ausbildung

9,7%

Keine

6,0%

Fachoberschule

1,2%

Förderschule

0,4%

Jugendliche nach Geburtsjahr in Prozent

 

Jugendliche

1995

4,0%

1996

4,8%

1997

5,5%

1998

7,7%

1999

7,7%

2000

13,5%

2001

15,3%

2002

14,1%

2003

9,9%

2004

9,3%

2005

8,2%

Politiker*innen

Nach der Datenbereinigung konnten 338 Antwortbögen in die Auswertung einbezogen werden.

73,1% der Teilnehmenden waren männlich, 25,7% weiblich, 1,2% divers. Aufgrund der geringen Fallzahl (Aussagekraft und Datenschutz) wird die Ausprägung „divers“ bei den Berechnungen nicht berücksichtigt.

70,4% der befragten Politiker*innen haben bereits ein politisches Mandat inne. Laut Paritätsbericht der rheinland-pfälzischen Landesregierung sind Frauen seit der Kommunalwahl 2014 mit 18,7% in den Kommunalparlamenten vertreten. Betrachtet man nur die Politikerinnen, die bereits ein Mandat inne haben, liegt der Anteil der Politikerinnen in unserer Befragung bei 19,6%, also leicht über dem Landesdurchschnitt in der Kommunalpolitik.

Die Parteien SPD und CDU sind mit jeweils um die 25% am stärksten vertreten, die FWG mit 11,2% und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN mit 9,5%. Die anderen Parteien. Die weiteren abgefragten Parteien lagen unter 5% oder fielen unter die Antwort „Sonstige“.

Politiker*innen nach Geschlecht (in Prozent)

 

Politiker*innen

Männlich

73,1%

Weiblich

25,7%

Divers

1,2%

Politiker*innen nach aktuellem Mandat in Prozent

Frage: Haben Sie bereits ein politisches Mandat inne?

 

Politiker*innen

Bereits ein Mandat inne

70,4%

Noch kein Mandat inne

29,6%

Politiker*innen mit Mandat nach Geschlecht (in Prozent)

 

Politiker*innen mit Mandat

Männlich

80,4%

Weiblich

19,6%

 

 „Räume“

Jugendzentren, -treffs, -cafés

61,5% der Jugendlichen kennen einen Jugendtreffpunkt (z.B. Jugendzentrum, Jugendtreff, Jugendcafé) bei sich im Ort. Im Jahr 2009 kannten mehr Jugendliche (69,5%) einen Jugendtreffpunkt bei sich im Ort. Ob sich die Anzahl der Treffpunkte verringert hat oder die Bekanntheit dieser abgenommen hat geht aus unserer Befragung nicht hervor. Die Bekanntheit in Stadt (>50.000 Einwohner*innen) und Land unterscheidet sich kaum. Bekanntheit Jugendtreff * Geschlecht

Von den Politiker*innen kennen 74,9% einen Jugendtreffpunkt. Die Bekanntheit ist somit bei Politiker*innen höher als bei den Jugendlichen.

Bekanntheit von Jugendtreffpunkten 2009 und 2018 (in Prozent)

Frage Jugend: Kennst du in deinem Ort einen Jugendtreffpunkt (z. B. Jugendzentrum, Jugendtreff, Jugendcafé)?

Frage Politik: Kennen Sie in Ihrem Ort einen Jugendtreffpunkt (z. B. Jugendzentrum, Jugendtreff, Jugendcafé)?

 

Jugendliche 2009

Jugendliche 2018

Politiker*‘innen 2018

Bekannt

69,5%

61,5%

74,9%

Nicht bekannt/nicht vorhanden

30,5%

38,5%

25,1%

 

Von den Jugendlichen, die einen Jugendtreffpunkt kennen, besuchen ihn 38,4%, das sind allerdings nur 23,6% der insgesamt befragten Jugendlichen. Ein signifikanter Unterschied zwischen den Geschlechtern ist nicht festzustellen. Von den Jugendlichen die einen Treff besuchen, besuchen ihn 55,0% „öfter“ oder „sehr oft“. Das Nutzungsverhalten in Stadt und Land unterscheiden sich nicht wesentlich.

Politiker*innen schätzen die Besuchsfrequenz der Jugendlichen mit 66,4% „öfter“ oder „sehr oft“ höher ein als von den Jugendlichen angegeben.

Häufigkeit des Besuchs von Jugendtreffpunkten (in Prozent)

Frage Jugend: Wenn du ihn besuchst, wie oft?

Frage Politik: Wenn Sie einen Treffpunkt für Jugendliche kennen, wie oft wird dieser nach Ihrer Einschätzung von Jugendlichen besucht?

 

Jugendliche 2018

Politiker*‘innen 2018

Sehr oft

25,9%

31,2%

Öfter

29,1%

35,2%

Gelegentlich

30,3%

21,3%

Eher selten

14,7%

12,3%

Die am stärksten vertretene Altersgruppe ist die zwischen 13 und 15 Jahren. Mit fortschreitendem Alter besuchen Jugendliche Jugendtreffpunkte tendenziell seltener. Junge Menschen, die das Gymnasium oder eine Hochschule besuchen, nutzen Jugendtreffpunkte ebenfalls seltener als andere Jugendliche. Dies könnte jedoch vorwiegend mit dem Alter zusammenhängen. Ein signifikanter Unterschied zwischen den Geschlechtern ist nicht nachzuweisen.

Jugendverbände, -gruppen, -initiativen

Aktiv in einem oder mehreren Vereinen, Jugendgruppe, Jugendverband, Jugendinitiative sind 68,6% der Befragten. Im ländlichen Raum (<50.000 Einwohner*innen) sind es mit 69,8% etwas mehr. Auf dem Land ist der Anteil derjenigen Jugendlichen, die in mehr als einem Verein/Verband aktiv sind (33,4%) höher als in der Stadt (26,6%). 2009 waren mit 64% weniger der Befragten in einem oder mehreren Vereinen, Jugendgruppen, -verband oder –initiativen aktiv.

91,7% der Politiker*innen kennen Jugendverbände, -gruppen, -initiativen in ihrem Ort.

Jugendliche 2009 und 2018 nach Jugendverbandsaktivität (in Prozent)

Frage Jugend: Bist Du in einem Verein, einer Jugendgruppe, einem Jugendverband oder einer Jugendinitiative (z. B. kirchliche Gruppe, Sportverein, Pfadfinder*innen, Jugendrotkreuz, Jugendfeuerwehr, Musikverein, Gewerkschaftsjugend) aktiv?

 

Jugendliche 2009

Jugendliche 2018

In mehreren Jugendverbänden aktiv

24%

32,2%

In einem Jugendverband aktiv

40%

36,4%

Nicht aktiv

36%

31,4%

Jugendverbandliche Aktivität nach Schulformen (in Prozent)

Aufgrund der niedrigen Fallzahl in den Kategorien werden Förderschule und Fachoberschule in der Zusammenhangsuntersuchung ausgeklammert.

 

Ja, in einem

Ja, in mehreren

Nein

Gymnasium

35,9%

39,3%

24,7%

Integrierte Gesamtschule

36,3%

25,6%

38,2%

Realschule plus

36,3%

17,3%

46,5%

Hochschule

36,8%

32,9%

30,4%

Berufsbildende Schule/Ausbildung

35,6%

35,6%

28,8%

Keine

38,3%

31,3%

30,5%

Der Besuch der Jugendlichen, die aktiv sind erfolgt zu 44,4% „sehr oft“ und sie übernehmen häufig auch Aufgaben, wie Aufsicht, Betreuung, Trainingsleitung, Gruppenleitung oder Thekendienst. Im Vergleich zu Jugendtreffs werden Jugendverbände, -gruppen, -initiativen stärker „sehr oft“ besucht. Männliche Jugendliche sind nicht signifikant häufiger in einem oder mehreren Verbänden aktiv als weibliche Jugendliche. Eine Abnahme des Besuchs mit zunehmendem Alter zeigt sich nicht, wohl aber ein Anstieg der Wahrnehmung von Aufgaben je älter die Jugendlichen werden.

Politiker*innen schätzen, dass die Jugendlichen Vereinen, Jugendgruppe, Jugendverband, Jugendinitiative mit 35,5% „sehr oft“ besuchen. Der Anteil der befragten Jugendlichen die den Verein/Verband sehr oft besuchen ist also deutlich höher, als von den Politiker*innen vermutet.

Betrachtet man aber die Antworten „sehr oft“ und „öfter“ gemeinsam, so kumulieren sich die Antworten der Jugendlichen auf 81,2% und die der Politiker*innen auf 81,3%, also sehr nah beieinander.

Häufigkeit des Besuchs von Jugendverbänden nach Jugendlichen und Politiker*innen 2018 (in Prozent)

Frage Jugend: Wenn ja, wie oft besuchst du einen Jugendverband, Jugendgruppe, Jugendinitiative (z. B. kirchliche Gruppe, Sportverein, Pfadfinder*innen, Jugendrotkreuz, Jugendfeuerwehr, Musikverein, Gewerkschaftsjugend)?

Frage Politik: Wenn ja, wie oft werden diese [Jugendverbände] nach Ihrer Einschätzung von Jugendlichen besucht?

 

Jugendliche 2018

Politiker*‘innen 2018

Sehr oft

44,4%

35,5%

Öfter

36,8%

45,8%

Gelegentlich

13,2%

15,5%

Eher selten

5,7%

3,2%

Jugendliche 2018 nach Übernahme von Aufgaben im Jugendverband nach Altersklassen (in Prozent)

 

„sehr oft“

„öfter“

„gelegentlich“

„eher selten“

„nie“

13 bis unter 16 Jahre

12,6%

14,7%

22,4%

21,3%

28,9%

16 bis unter 18 Jahre

26,3%

23,7%

21,3%

17,3%

11,4%

18 bis unter 21 Jahre

40,6%

26,8%

14,5%

11,0%

7,1%

Über 21 Jahre

43,8%

21,1%

16,4%

8,6%

10,2%

Orte „draußen“

70,1% der Jugendlichen haben Orte „draußen“, an denen sie sich treffen um ihre Zeit zu verbringen. Auf dem Land (<50.000 Einwohner*innen) sind es mit 68,2% weniger als im Landesdurchschnitt, in der Stadt mit 79,4% mehr. Männliche Jugendliche halten sich etwas häufiger „draußen“ auf (73,7%), um sich mit Freunden zu treffen als weibliche Jugendliche (67,2%). Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren nutzen eher weniger Orte, die sich „draußen“ befinden, der Zusammenhang ist jedoch schwach.

Die Politiker*innen schätzen die Häufigkeit mit der Jugendliche „draußen“ Orte haben mit 62,1% geringer ein.

Orte „draußen“ nach Jugendlichen und Politiker*innen 2018 (in Prozent)

Frage Jugend: Gibt es Orte, wo du dich draußen mit deinen Freund*innen triffst und Zeit verbringst?

Frage Politik: Haben Jugendliche an Ihrem Wohnort nach Ihrer Einschätzung draußen Orte, wo sie sich gerne treffen und Zeit verbringen?

 

Jugendliche 2018

Politiker*innen 2018

Ja

70,1%

62,1%

Nein/Weiß nicht

29,9%

37,9

 

Mobilität

Knapp die Hälfte der Jugendlichen geben an, öffentliche Verkehrsmittel in und um ihren Wohnort „öfter“ und „sehr“ oft zu benutzen. Dies schätzen die Politiker*innen ähnlich ein.

Häufigkeit der Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel nach Jugendlichen und Politiker*innen 2018 (in Prozent)

Frage Jugend: Wie oft nutzt du die öffentlichen Verkehrsmittel in und um deinen Wohnort?

Frage Politik: Was vermuten Sie, wie oft nutzen Jugendliche die öffentlichen Verkehrsmittel in und um Ihren Wohnort?

 

Jugendliche 2018

Politiker*innen 2018

Sehr oft

32,8%

20,9%

Öfter

16,1%

28,4%

Gelegentlich

12,6%

21,8%

Eher selten

21,6%

23,6%

Nie

17,0%

5,4%

2009 bewerteten die Jugendlichen die öffentlichen Verkehrsmittel zu 60,1% positiv, zu 39,9% negativ. 2018 bewerteten nur 45,4% das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln positiv („sehr gut“, „gut“ und „befriedigend“) und 54,6% negativ („ausreichend“, „mangelhaft“ und „ungenügend“). Mit einem Mittelwert von 3,72 auf einer Skala von 1 („sehr gut“) bis 6 („mangelhaft“) beurteilen Jugendliche das Angebot durchschnittlich als „ausreichend“. Die öffentlichen Verkehrsmittel werden öfter von Jugendlichen in der Stadt (>50.000 Einwohner*innen) genutzt und auch deutlich besser bewertet. Der Mittelwert in der Stadt beträgt 2,76, der auf dem Land 3,91 (Durchschnitt aller Jugendlichen: 3,72).

Die Politiker*innen schätzen, dass Jugendlichen die öffentlichen Verkehrsmittel schlechter bewerten. Sie kommen auf einen Mittelwert von 4,1. Politiker*innen, welche ein Mandat inne haben, schätzen das Jugendliche das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln besser bewerten als ein als ihre Kolleg*innen, ohne Mandat.

Bewertung der öffentlichen Verkehrsmittel nach Jugendlichen und Politiker*innen 2018 (in Prozent)

Frage Jugend: Wie findest du das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln (Bahn, Bus etc.) in und um deinen Wohnort?

Frage Politik: Was vermuten Sie, wie Jugendliche das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln in und um Ihren Wohnort bewerten?

 

Jugendliche 2018

Politiker*innen 2018

Sehr gut

7,9%

0,6%

Gut

19,8%

14,9%

Befriedigend

17,8%

20,0%

Ausreichend

17,1%

17,0%

Mangelhaft

22,0%

33,1%

Ungenügend

15,5%

14,3%

Bewertung der öffentlichen Verkehrsmittel durch Jugendliche 2018 nach Stadt und Land (in Prozent)

 

Stadt (>50.000 Einw.)

Jugendliche 2018

Land (<50.000 Einw.)

Jugendliche 2018

Sehr gut

11,0%

13,2%

Gut

35,7%

40,4%

Befriedigend

39,6%

32,8%

Ausreichend

9,1%

8,7%

Mangelhaft

3,2%

4,5%

Ungenügend

1,3%

0,5%

Diejenigen Jugendlichen, die das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln mit mangelhaft oder ungenügend bewertet haben nennen als Gründe vorwiegend die ungünstigen Zeiten und dass sie ihre Ziele mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreichen. Diese Gründe wurden auch von den Politiker*innen genannt, allerdings in umgekehrter Reihenfolge. Offenbar sehen beide Seiten deutlichen Verbesserungsbedarf.

Gründe für Unzufriedenheit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Jugendlichen und Politiker*innen (in Prozent)

Frage Jugend: Warum bist du unzufrieden mit dem öffentlichen Nahverkehr?

Frage Politik: Wenn Sie denken, Jugendliche sind mit dem Angebot des öffentlichen Nahverkehrs unzufrieden, was denken Sie ist der Grund hierfür?

 

Jugendliche 2018

Politiker*innen 2018

Ungünstige Zeiten

68,6%

61,6%

Meine Ziele erreiche ich nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln

63,8%

83,6%

Zu teuer

40,5%

32,1%

Andere Gründe

19,2%

12,6%

 

Beteiligung und Wahlalter

Beteiligung

Über die Hälfte der Jugendlichen findet es „sehr wichtig“, dass Kinder und Jugendliche bei sich im Ort mitbestimmen können. Rechnet man „sehr wichtig“ und „eher wichtig“ zusammen, sind es 86,9% (2009 war das mit 88% ähnlich). Unterschiede zwischen Stadt und Land sind kaum zu sehen.

Von den Politiker*innen finden es sogar knapp 60% „sehr wichtig“ und kumuliert mit „eher wichtig“ 95,2%.

Einschätzung der Wichtigkeit von Kinder- und Jugendbeteiligung nach Jugendlichen 2009 und 2018 und Politiker*innen 2018 (in Prozent)

Frage Jugend: Wie wichtig findest du, dass Kinder und Jugendliche in deinem Ort mitbestimmen?

(2009 wurde bei dieser Frage um Einschätzung gebeten, ob Kinder- und Jugendbeteiligung wichtig sei. Diese konnte mit „sehr wichtig“ „wichtig“, „unwichtig“ und „sehr unwichtig“ beantwortet werden.)

Frage Politik: Wie wichtig finden Sie es, dass Kinder und Jugendliche in Ihrem Ort mitbestimmen?

 

Jugendliche 2009

Jugendliche 2009 kumuliert

Jugendliche 2018

Jugendliche 2018 kumuliert

Politiker*innen 2018

Politiker*innen 2018 kumuliert

„sehr wichtig

Nicht vorhanden

88%

50,3%

86,9%

59,8%

95,2%

„eher wichtig“/ „wichtig“

Nicht vorhanden

36,6%

35,4%

„nicht so wichtig“/ “unwichtig“

Nicht vorhanden

12%

10,3%

13,1%

4,6%

4,9%

„unwichtig“/ „sehr unwichtig“

Nicht vorhanden

2,8%

0,3%

Die Aussage, dass die Mitbestimmung von Kindern und Jugendlichen im eigenen Ort wichtig ist, ist mit zunehmendem Alter der Jugendlichen tendenziell häufiger verbreitet. Jugendlichen, die selbst Aufgaben in einem Jugendverein, -initiative, -gruppe übernehmen ist die Beteiligungsmöglichkeit im Ort besonders wichtig. Diese Zusammenhänge waren auch bei der 2009er-Befragung ähnlich.

Mitbestimmungsmöglichkeiten vor Ort nach Jugendlichen und Politiker*innen (in Prozent)

Frage Jugend: Gibt es in deinem Ort Möglichkeiten zur Mitbestimmung und Mitgestaltung für Kinder und Jugendliche (z. B. durch Jugendforen, Zukunftswerkstätten, Jugendausschüsse, Jugendräte oder Ähnliches)?

Frage Politik: Gibt es in Ihrem Ort Möglichkeiten zur Mitbestimmung und Mitgestaltung für Kinder und Jugendliche (z. B. durch Jugendforen, Zukunftswerkstätten, Jugendausschüsse, Jugendräte oder Ähnliches)?

 

Jugendliche 2018

Politiker*innen 2018

Ja

26,9%

31,4%

Nein/Weiß nicht

73,1%

68,6%

Nur 26,9% der Jugendlichen konnten die Frage nach Möglichkeiten zur Mitbestimmung bei sich im Ort bejahen, bei den Politiker*innen waren es 31,4%. Dies lässt den Schluss zu, dass es den meisten Kommunen keine Beteiligungsmöglichkeiten gibt. Ein deutlicher Stadt-/Land-Unterschied ist bemerkbar. Auf dem Land (<50.000 Einwohner*innen) kannten nur 23,3% der Jugendlichen Mitbestimmungsmöglichkeiten, in der Stadt waren es 45,2%.

Politiker*innen, welche ein Mandat inne haben, kennen eher Möglichkeiten zur Mitbestimmung für Kinder und Jugendliche als Politiker*innen ohne Mandat.

Gibt es Orte der Mitbestimmung bzw. sind diese bekannt, werden Mitbestimmungsmöglichkeiten von Jugendlichen als deutlich wichtiger gewertet. Wenn Orte der Mitbestimmung bekannt sind, wird der Ort insgesamt als jugendfreundlicher wahrgenommen.

Die Jugendlichen, denen Orte zur Mitbestimmung bekannt waren, bewerteten diese auf einer Skala von 1 („sehr gut“) bis 6 („ungenügend“) mit durchschnittlich 2,55, also gut bis befriedigend. Die Politiker*innen bewerteten sie mit einem Mittelwert von 2,39 etwas positiver. 2009 fielen die Bewertungen überwiegend negativ aus. Es besteht kein signifikanter Unterschied, ob die Jugendlichen in der Stadt oder auf dem Land leben. Weibliche Jugendliche schätzen die Bedeutung von Mitbestimmungsmöglichkeiten etwas höher als männliche.

Bewertung der Mitbestimmungsmöglichkeiten nach Jugendlichen 2009 und 2018 und Politiker*innen 2018 (in Prozent)

Frage Jugend: Wenn du Orte zur Mitbestimmung kennst, wie bewertest du diese?

Frage Politik: Wenn Sie Orte der Mitbestimmung gibt, wie bewerten Sie diese?

 

Jugend-liche 2009

Jugendliche 2009

kumuliert

Jugend-liche

2018

Jugendliche 2018

kumuliert

Politiker*innen 2018

Politiker*innen 2018 kumuliert

Sehr gut

*

48%

12,6%

86,3%

12,6%

88,3%

Gut

*

39,1%

52,4%

Befriedigend

*

34,6%

23,3%

Ausreichend

*

52%

8,8%

13,6%

6,8%

11,7%

Mangelhaft

*

4,1%

4,9%

Ungenügend

*

0,7%

0,0%

*Für die Befragung 20109 liegen nur Ergebnisse zu „positiver“ und „negativer“ Bewertung vor.

„Auf jeden Fall“ wären 27,5% der Jugendlichen bereit sich in ihrem Ort zu engagieren, 56,3% antworteten „Ja, kommt drauf an, um was es geht“. Zusammen wären also 83,8% der befragten Jugendlichen für Beteiligung zu gewinnen (2009 waren es nur 64%). 12,7% der Jugendlichen die „Eher nicht“ angekreuzt haben, wären eventuell noch zu gewinnen, da sie sich noch nicht klar dagegen entschieden haben.

Politiker*innen gehen zu 70,9% davon aus, dass Jugendliche bereit sind, sich in ihrem Ort zu engagieren.

Es zeigt sich, dass junge Menschen, die in einem oder mehreren Jugendverbänden, -initiativen, -gruppen sind, deutlich höhere Bereitschaft zeigen, sich für ihren Ort zu engagieren. Wenn Möglichkeiten der Mitbestimmung bekannt sind, sind die Jugendlichen häufiger bereit sich „auf jeden Fall“ in ihrem Ort zu engagieren. Jugendliche aus ländlichen Regionen sind eher bereit sich zu engagieren als Jugendliche aus der Stadt. Während die männlichen Jugendlichen eine Bereitschaft zu Engagement eher bejahen oder verneinen, machen weibliche Jugendliche dies stärker von der jeweiligen Form und Art der Beteiligung abhängig.

Auf die Frage, wie die Beteiligung vor Ort verbessert werden könnte, antworteten 60,8% der Jugendlichen „Mitgestaltung konkreter Projekte vor Ort“ und 55,7% „Regelmäßige Befragung Jugendlicher“. Politiker*innen gingen auch vom Wunsch nach „Mitgestaltung konkreter Projekte vor Ort“, allerdings mit dem höheren Wert von 79,9%, und mit 53,3% von „Offene Treffen mit Politiker*innen oder Bürgermeister*in“ aus. Bei der offenen Antwortmöglichkeit wurde von den Jugendlichen wiederholt der Wunsch nach Interesse für die Belange Jugendlicher, Respekt und „ernst genommen werden“ geäußert.

Verbesserung der Beteiligung vor Ort nach Jugendlichen und Politiker*innen (in Prozent)

Frage Jugend: Wie könnte die Beteiligung von Jugendlichen in deinem Ort verbessert werden?

Frage Politik: Wie denken Sie, könnte man die Beteiligung von Jugendlichen verbessern?

 

Jugendliche 2018

Politiker*innen 2018

Mitgestaltung konkreter Projekte vor Ort

60,8%

79,9%

Regelmäßige Befragung Jugendlicher

55,7%

39,5%

Offene Treffen mit Politiker*innen/ Bürgermeister*innen

36,1%

53,3%

Jugendausschuss/ Jugendparlament/ Jugendforum

35,1%

39,8%

 

Offene Antworten der Jugendlichen:

  • Interesse, Akzeptanz, Respekt
  • Wahlalter
  • Mehr Aktivitäten
  • Mehr Räume und Treffpunkte
  • Mehr Informationen
  • Mehr Mitbestimmung in der Schule

Offene Antworten der Politiker*innen:

  • Mehr Räume und Treffpunkte
  • Mehr Fachpersonal
  • Moderne Kommunikationsformen
  • Mehr Aktivitäten
  • Beteiligung durch Eltern vorleben
  • Kontakt mit Schule
 

Wahlalter

50,6% der Jugendlichen fänden besser, wenn sie mit 16 Jahren wählen dürften, bzw. hätten wählen dürfen, 6,2% sogar bereits mit 14 Jahren (2009 waren das nur 42,4%, davon 13,2% mit 14 Jahren). Auf Nachfrage sprachen sich 43,6% der Befürwortenden des Wahlalters 18 für ein Wahlalter von 16 Jahren aus, wenn Jugendliche im Vorfeld besser vorbereitet würden. Addiert man denjenigen, die von Anfang an ein niedrigeres Wahlalter befürwortet hatten mit denjenigen, die es sich bei besserer Vorbereitung vorstellen könnten erhält man 72,1% der befragten Jugendlichen die sich eine Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre vorstellen können. 27,9% wünschen sich weiterhin das Wahlalter 18.

Wahlalter nach Jugendlichen 2009 und 2018 und Politiker*innen 2018 (in Prozent)

 

Jugendliche 2009

Jugendliche 2018

Jugendliche 2018

Politiker*innen 2018

Politiker*innen 2018

 

Du kannst mit 18 Jahren das erste Mal wählen. Was fändest du am besten?

Frage: Das Wahlalter liegt derzeit bei 18 Jahren Fändest du es besser, wenn:

Frage: Wenn du mit 18 wählen möchtest, könntest du dir vorstellen:

Frage: Das Wahlalter liegt derzeit bei 18 Jahren. Was vermuten Sie, fänden Jugendliche es besser, wenn:

Frage: Wenn Sie denken, Jugendliche würden gern mit 18 wählen, könnten Sie sich vorstellen, dass Jugendliche es gut fänden:

Du mit 14 wählen könntest/hättest wählen können

13,2%

6,2%

 

0,9%

 

Du mit 16 wählen könntest/hättest wählen können

29,2%

44,4%

 

57,5%

 

Nein, mit 18

57,6%

49,4%

Mit 14 zu wählen, wenn du im Vorfeld besser vorbereitet (gewesen) wärst

1,2%

Mit 16 zu wählen, wenn du im Vorfeld besser vorbereitet gewesen wärst

42,4%

Nein, ich bleibe bei 18

56,5%

 

 

 

41,6%

Mit 14 zu wählen, wenn sie im Vorfeld besser vorbereitet wären

1,5%

Mit 16 zu wählen, wenn sie im Vorfeld besser vorbereitet wären

40,4%

Nein, mit 18

58,1%

 

Die Politiker*innen vermuten nur zu 58,4% dass Jugendliche gerne das Wahlalter auf 16 oder 14 senken wollen würden. Unter der Prämisse der besseren Vorbereitung könnten es sich 41,9% derer vorstellen, die vorher „weiterhin mit 18“ angegeben hatten. Insgesamt wären das 75,8% der befragten Politiker*innen, die vermuten, dass sich Jugendliche bei besserer Vorbereitung ein niedrigeres Wahlalter wünschen würden.

Jugendliche im Alter zwischen 13 und 15 Jahren wünschen sich eher bereits mit 14 Jahren (16,6%) und mit 16 Jahren (48,0%) wählen zu dürfen, insgesamt also 64,6%. Jugendliche zwischen 16 und 17 Jahren wünschen sich zu 1,6% das Wahlalter 14, zu 49,8% das Wahlalter 16, zusammen also 51,4%. Hingegen favorisieren ältere Jugendliche, insbesondere ab 18 Jahren, weiterhin mit 18 Jahren wählen zu dürfen. Dies war bei der 2009er-Befragung bereits ähnlich zu beobachten.

Jugendliche 2018 zum Wahlalter nach Altersklassen (in Prozent)

 

„Du mit 14 wählen könntest/hättest wählen können“

„Du mit 16 wählen könntest/hättest wählen können“

Nein, mit 18

13 bis unter 16 Jahre

16,6%

48,0%

35,4%

16 bis unter 18 Jahre

1,6%

49,8%

48,6%

18 bis unter 21 Jahre

3,1%

34,7%

62,3%

Über 21 Jahre

3,4%

29,1%

67,6%

Politiker*innen welche ein politisches Mandat inne haben, vermuten eher, dass Jugendliche bereits mit 16 Jahren wählen wollen. Politiker*innen der AfD (nur sieben Politiker*innen der AfD haben teilgenommen), der CDU und der FWG vermuten, dass Jugendliche es besser fänden, weiterhin erst mit 18 Jahren wählen zu können.

Politiker*innen 2018 zum Wahlalter (in Prozent)

Frage Politik: Das Wahlalter liegt derzeit bei 18 Jahren. Was vermuten Sie, fänden Jugendliche es besser, wenn:

 

„Sie mit 14 wählen könnten/hätten wählen können“

„Sie mit 16 wählen könnten/hätten wählen können“

„Sie weiterhin mit 18 wählen könnten“

SPD

0,0%

75,3%

24,7%

CDU

0,0%

43,0%

57,0%

       
       

Bündnis 90/ Die Grünen

3,1%

78,1%

18,8%

       

FWG

0,0%

44,7%

55,3%

       

Weitere Ergebnisse

Ausbildungs- und Arbeitsplatz

2018 würden gern 43,1% der Jugendlichen einen Ausbildungs-/Arbeitsplatz an ihrem Wohnort finden, 56,9% an einem anderen Ort. Die Politiker*innen gehen davon aus, dass mehr Jugendliche an ihrem Wohnort bleiben möchten. Zu 50,9% gehen sie davon aus, dass Jugendliche an ihrem Wohnort einen Ausbildungs- Arbeitsplatz finden möchten, zu 49,1%, dass außerhalb.

Auf dem Land (<50.000 Einwohner*innen) würden etwas weniger, nämlich 41,5% der Jugendlichen gerne einen Ausbildungs- und Arbeitsplatz an ihrem Wohnort finden, 58,5% an einem anderen Ort. In der Stadt ist kein signifikanter Unterschied sichtbar (51,2% an ihrem Wohnort, 48,8% an einem anderen Ort).

2009 wollten 62,3% der Jugendlichen einen Ausbildungsplatz außerhalb ihrer Gemeinde finden. Dabei zeigte sich 2009 ein starker Unterschied zwischen den Geschlechtern: 57% der männlichen und 67% der weiblichen Befragten gaben dies an. Diese Unterschiede zeigten sich in der 2018er-Befragung noch einmal verstärkt. 62,6% der weiblichen, aber nur 49,2% der männlichen Jugendlichen gaben an, einen Ausbildungs-/Arbeitsplatz an einem anderen Ort finden zu wollen.

Insbesondere Schüler*innen der Integrierten Gesamtschule (64,6%/, des Gymnasiums (61,4%) und der Realschule plus wünschen sich einen Ausbildungs-/Arbeitsplatz an einem anderen Ort. Bei Hochschülerinnen ist es fast hälftig und Schüler*innen der Berufsbildenden Schule/Ausbildung würden überdurchschnittlich stark gerne einen Ausbildungs-/Arbeitsplatz an ihrem Wohnort finden.

Jugendliche 2009 und 2018 und Politiker*innen 2018 zu Ort des gewünschten Ausbildungs- und Arbeitsplatzes (in Prozent)

Frage Jugend: Wenn du die Wahl hättest, wo würdest du gerne einen Ausbildungs- und Arbeitsplatz finden?

Frage Politik: Wenn Jugendliche Ihres Ortes die Wahl hätten, wo würden Sie Ihrer Meinung nach gerne einen Ausbildungs- und Arbeitsplatz finden?

 

Jugendliche 2009

Jugendliche 2018

Politiker*innen 2018

An deinem Wohnort/in deiner Gemeinde

37,7%

43,1%

50,9%

An einem anderen Ort/außerhalb deiner Gemeinde

62,3%

56,9%

49,1%

Jugendliche wünschen sich mit zunehmendem Alter tendenziell häufiger einen Ausbildungs- und Arbeitsplatz an ihrem derzeitigen Wohnort.

Jugendfreundlichkeit insgesamt

Mit einem Mittelwert von 3,08 auf einer Skala von 1 bis 6 („sehr gut“ bis „ungenügend“) empfinden die Jugendlichen ihren Ort insgesamt in Bezug auf die Jugendfreundlichkeit „befriedigend“. Die Jugendfreundlichkeit wird in der Stadt (>50.000 Einwohner*innen) positiver bewertet.

69,0% bewerten die Jugendfreundlichkeit in ihrem Ort eher positiv („Sehr gut“, „gut“ und „befriedigend“), 31,0% eher negativ („ausreichend“, „mangelhaft“ und „ungenügend“). Dabei fiel die Bewertung der Jüngeren besser aus als die der Älteren. Im Vergleich dazu war 2009 die Kinder- und Jugendfreundlichkeit mit 59% überwiegend positiv bewertet worden. Die Bewertung der jüngeren Befragten fiel damals ebenfalls positiver aus.

Bei bekannten Mitbestimmungsmöglichkeiten wird der Ort insgesamt als jugendfreundlicher wahrgenommen. Junge Menschen, die ihren Ort als jugendfreundlich empfinden, sind interessierter sich zu engagieren. Männliche Jugendliche bewerten ihren Ort tendenziell jugendfreundlicher als weibliche. Jugendliche aus städtischen Regionen bewerten ihren Ort etwas jugendfreundlicher als Jugendliche aus ländlichen Regionen.

Die Einschätzung der Politiker*innen fällt mit einem Mittelwert von 3,02 leicht positiver aus. Männliche Politiker schätzen ihren Ort insgesamt jugendfreundlicher ein als ihre Kolleginnen.

Bewertung der Jugendfreundlichkeit insgesamt durch Jugendliche und Politiker*innen 2018

Frage Jugend: Alles in Allem, wie jugendfreundlich findest du deinen Ort insgesamt?

Frage Politik: Wie jugendfreundlich finden Sie Ihren Ort insgesamt?

 

Jugendliche 2018

Politiker*innen 2018

„sehr gut“

7,2%

3,4%

„gut“

28,3%

33,1%

„befriedigend“

33,6%

37,2%

„ausreichend“

15,6%

13,4%

„mangelhaft“

10,8%

10,0%

„ungenügend“

4,6%

2,8%

Miteinander von Jung und Alt

Mit einem Mittelwert von 2,96 auf einer Skala von 1 („sehr gut“) bis 6 („befriedigend“) bewerten die Jugendlichen ihren Ort insgesamt als „befriedigend“ was das Miteinander von Jung und Alt angeht. Positiv („sehr gut“, „gut“ und „befriedigend“) wurde das Miteinander von 71,3% der Jugendlichen bewertet – 2009 waren es noch 56%.

Die Politiker*innen empfinden das Miteinander von Jung und Alt an ihrem Ort mit einem Mittelwert von 2,62 und einer positiven Bewertung von 84,3% („sehr gut“, „gut“ und „befriedigend“) als besser. Männliche Politiker schätzen das Miteinander von Jung und Alt in ihrem Ort positiver ein als ihre Kolleginnen.

Bewertung des Miteinanders von Jung und Alt insgesamt durch Jugendliche und Politiker*innen 2018

Frage Jugend: Wie empfindest du das Miteinander von Jung und Alt in deinem Ort?

Frage Politik: Wie empfinden Sie das Miteinander von Jung und Alt in Ihrem Ort?

 

Jugendliche 2009

Jugendliche 2018

Jugendliche 2018 kumuliert

Politiker*innen 2018

Politiker*innen 2018 kumuliert

„sehr gut“

56%

9,1%

71,3%

7,8%

84,3%

„gut“

30,4%

45,6%

„befriedigend“

31,8%

30,9%

„ausreichend“

44%

15,8%

28,7%

8,8%

15,7%

„mangelhaft“

9,7%

6,3%

„ungenügend“

3,2%

0,6%

Jugendliche, die das Miteinander von Jung und Alt besser einschätzen, sind tendenziell auch häufiger in Vereinen/Verbänden aktiv. Junge Menschen, die mit dem Zusammenleben der Generationen zufrieden sind, wollen eher am Wohnort bleiben und dort eine Ausbildung bzw. Arbeit aufnehmen. Unterschiede zwischen Stadt und Land zeigen sich nicht.

Zum Schluss

Die Ergebnisse des dorf-tests bestärken uns darin uns weiterhin für die Jugendlichen und ihre Teilhabe an der Gesellschaft sowie für jugendgerechte Beteiligungsprozesse und eine Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre einzusetzen.

Wir bedanken uns bei den Jugendlichen und Politiker*innen, die an der Befragung teilgenommen haben. Aber auch bei allen anderen, die mitgewirkt haben, sei es durch Mitarbeit, Kooperation, finanzielle Unterstützung, Beratung oder Werbung. Herzlichen Dank!


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