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Pressemeldung: Vollversammlung des Landesjugendringes – digital geht auch

am 02. Jul 2020 - 10:16 Uhr

Vereinsarbeit in Zeit von Corona? Kein Problem. Zumindest nicht für die über 70 Teilnehmenden der Vollversammlung des Landesjugendringes Rheinland-Pfalz.



„Nicht ganz so diskutierfreudig wie sonst und total diszipliniert“, beschreibt Volker Steinberg, Vorsitzender des Landesjugendringes die Stimmung der Videokonferenz „und man sah manch einen trauriger Gesichtsausdruck, dass man die Leute, die man sonst vielleicht nur einmal im Jahr trifft, dieses Jahr gar nicht sieht.“


Dass wenig kontrovers diskutiert wurde, könnte aber auch an den Anträgen gelegen haben. „Die Forderung, Gedenkarbeit von Jugendverbänden besser zu fördern ist eine logische Konsequenz aus dem Selbstverständnis der Jugendverbandsarbeit“ erläutert Kira Brennemann, stellvertretende Vorsitzende. „Teil unserer Arbeit ist es junge Menschen zu einer kritischen Haltung gegenüber menschenverachtenden und diskriminierenden Tendenzen zu ermutigen.“ Hierzu passt auch der Antrag über eine Erhöhung der Tagesfördersätze für Maßnahmen der politischen Jugendbildung und sowie Schulung Ehrenamtlicher in der Jugendarbeit um diese Arbeit zu erleichtern.



Über die Verbesserung der Beteiligung Jugendlicher an politischen Entscheidungen und gesellschaftlichen Prozessen in den Kommunen und im Land diskutiert der Landesjugendring seit seiner Gründung im Jahr 1948. „Wir fordern, dass auch Rheinland-Pfalz nun endlich den Schritt in die Zukunft geht und das Wahlalter für Kommunal- und Landtagswahlen auf 16 Jahre senkt! Wahlen sind die wirksamste Beteiligungsform.“ betont Maria Leurs, Vorsitzende des Landesjugendringes. Die Mehrheit des Landtages befürwortet bereits <s>für</s> eine Senkung des Wahlalters. Die vorhandene Zweidrittelmehrheit wird aber noch nicht erreicht. Weitere Forderungen umfassen Räume und Freiräume für Jugendliche, jugendgerechte Mobilitätskonzepte, die flächendeckende Bereitstellung von Angeboten der Jugendarbeit und die bedarfsgerechte Ausstattung mit Ressourcen.



Für das kommende Jahr haben sich die Mitglieder des Landesjugendringes darauf verständigt, das Thema Adultismus stärker in den Fokus zu nehmen. Ziel ist es, Adultismus als erste Diskriminierungsform junger Menschen besser zu erkennen und Strategien zur umfassenden Gleichberechtigung von Kindern und Jugendlichen zu entwickeln.



Der Preis für die beste Sammelidee innerhalb der Jugendsammelwoche wurde in diesem Jahr dem Evangelischen Gemeinschaftsverband Pfalz verliehen.



„Schade an diesem Abend war, dass wir unsere langjährige Geschäftsführerin Delia Helmerking nur in diesem digitalen Rahmen verabschieden konnten. Über 20 Jahre hat sie den Landesjugendring vorangebracht und sich für Jugendverbandsarbeit eingesetzt. Wir hoffen sie weiß, wie dankbar wir ihr sind und wie wir sie alle vermissen werden.“ resümiert Volker Steinberg.



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