Kinder - und Jugendschutz

Am 01. Januar 2012 ist das neue Bundeskinderschutzgesetz in Kraft getreten, das auch Auswirkungen auf die Jugendarbeit  haben wird.Wichtig wird eine Veränderung  im Zusammenhang mit  dem § 72 a SGB III, der u.a. regelt, dass keine Personen neben- oder hauptamtlich tätig sein dürfen, die nach bestimmten Paragrafen vorbestraft sind.  Wichtig für die Träger der Jugendarbeit ist: Das neue Bundeskinderschutzgesetz sieht keine generelle Pflicht zur Vorlage eines Führungszeugnisses für Ehrenamtliche vor! Ob ein Führungszeugnis vorgelegt werden muss, richtet sich nach Art, Intensität und Dauer des Kontaktes mit Kindern und Jugendlichen. In Vereinbarungen zwischen Jugendämtern und freien Trägern der Jugendarbeit soll geregelt werden, für welche Bereiche der Jugendarbeit ein Führungszeugnis vorgelegt werden soll.  Damit nicht jedes Jugendamt eigene Regelungen entwickelt, hat der Landesjugendhilfeausschuss Rheinland-Pfalz eine landesweit gültige Rahmenvereinbarung erarbeitet und im November 2013 beschlossen. Der LJHA empfiehlt den Trägern der Jugendarbeit den Beitritt zu dieser Rahmenvereinbarung, die am 23. Januar 2014 in Kraft getreten ist. Der LJR hat die Rahmenvereinbarung als einer der Erstunterzeichner unterschrieben. Dies möchten wir als politisches Signal zu verstehen, dass der LJR die Rahmenvereinbarung befürwortet und die Jugendverbände zum Beitritt ermuntert.

Die Unterschrift des LJR ersetzt jedoch nicht den offiziellen Beitritt der einzelnen Verbände zur Rahmenvereinbarung, denn der LJR ist nicht berechtigt ist, seine Mitgliedsverbände juristisch zu vertreten.
Jeder Verband muss daher noch einmal eigenständig seinen Beitritt bekunden. Da jeder Verband und dessen regionale Untergliederungen unterschiedliche juristische Strukturen (rechtlich selbstständige oder unselbstständige Untergliederungen) hat, sollten die Verbände prüfen, welche Ebenen des Verbandes jeweils unterschriftsberechtigt sind.

Informationen dazu und alle weiteren Materialien sowie eine aktuelle Datenbank zu den bereits beigetretenen Organisationen findet ihr unter dem folgenden Link des Landesjugendamtes:

http://lsjv.rlp.de/kinder-jugend-und-familie/rahmenvereinbarung-zu-72-a-sgb-viii/rahmenvereinbarung-und-empfehlung/

 

Die aktuelle Debatte um einen wirksamen Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Übergriffen und sexualisierter Gewalt nimmt zu Recht einen breiten Raum ein. In diesem Zusammenhang wird auch die Frage der Prävention in den Institutionen und Organisationen der Jugendarbeit intensiv bearbeitet. Die Träger der Jugendarbeit in Rheinland-Pfalz sind schon seit vielen Jahren aktiv, um Präventionsmaßnahmen gegen sexualisierte Gewalt in ihren Strukturen als auch in ihrer inhaltlichen Arbeit zu verankern. Entscheidend ist es hier, ein nachhaltiges Problembewusstsein bei allen beteiligten Akteuren zu schaffen und organisatorische Formen zu finden, die Kinder und Jugendliche dazu befähigen Grenzverletzungen frühzeitig zu thematisieren.

Denn Prävention ist keine einmalige Maßnahme, sondern ein handlungsanleitendes Prinzip der Jugendverbandsarbeit. Gleichzeitig ist Prävention in der Jugendarbeit nicht etwas, das einfach durch die Mittel der Polizei und des Strafrechts ersetzt werden könnte. Daher sprechen wir uns gegen die verpflichtende und flächendeckende Vorlage eines Führungszeugnisses für ehrenamtlich Engagierte aus. Sexualisierte Gewalt und Grenzverletzungen sind gesellschaftliche Probleme, die nur durch die transparente Auseinandersetzung in und mit der Gesellschaft und allen Akteuren gemeinsam nachhaltig bearbeitet werden können.


Der Landesjugendring hat zum Thema Prävention und Kinderschutz mehrere Fachveranstaltungen veranstaltet. Die Materialien findet sich hier:

Festvortrag

Babelfisch

Praetect.

Vorträge zum Thema am Fachtag  vom 16.02.2013:

Vortrag Volker Steinberg

Vortrag Ina Detzler

Vortrag Dr. Gabriele Weitzmann


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